Unser SAURER hatte seine Feuertaufe als VIP-Fahrzeug an der Ski-WM 1950 in St. Moritz

SAURER L4C CT1D P 2118 1951 am Maloja Pass

Dort blieb er dann auch, bis er durch die nächst, stärkere Fahrzeuggeneration ins Flachland verdrängt wurde.

Ab Mai 1967 wurde er bei der Schweizer Armee für Personentransporte (u.a. Militärspiel) eingesetzt.

Technische Daten:

Marke/Typ:SAURER   L4C CT1D   Alpenwagen III mit Faltdach
Motor:Saurer 6 Zylinder-Reihenmotor
Typ bei Ablieferung:CT1D:  Hubraum 7.98 Lt   Leistung 100 PS
Typ nach Umbau: CT2D: Hubraum 8.72 Lt   Leistung 125 PS
Treibstoff:Diesel
Getriebe:Saurer Handschaltgetriebe ohne Synchronisierung mit Schnellgang zum Vorwählen 4 Vorwärts- / 1 Rückwärtsgang (Schnellgang zu jedem Gang)
Aufbau:Karosserie Ramseier & Jenzer, Biel
Gewicht:Leer           6‘640 Kg
Gesamt   10‘100 Kg
Radstand:5.40 m
Masse: L x B x H9.60 x 2.25 x 2.90 m
Sitzplätze:30 + Fahrer
1. Inverkehrssetzung:Januar 1950

Nach der Ausmusterung aus der Armee, wurde er aufwendig, total restauriert

Das Chassis und Gerippe wurden freigelegt und in Stand gestellt, sandgestrahlt, grundiert und konserviert. Ein neuer Holzboden mit neuem Bodenbelag verlegt.

Aussen teilweise neu verkleidet und repariert und neu gespritzt

Auch Innen wurde alles restauriert und erneuert. Die bequemen Zweiersitzbänke wurden nachgepolstert   und mit neuem Stoff bezogen. Das Kunstleder wurde gereinigt und aufgearbeitet und ist noch von 1949.

Die Sitzbänke können seitlich verschoben werden und verleihen so, nach dem Einsteigen mehr Platz zum Sitzen. 

Vier Seitenfenster können geöffnet werden. 

Auch das Schiebedach wurde mit einer neuen Aussenhaut und einer neuen Stoffverkleidung versehen und kann im Sommer – zum grössten Cabriolet der Welt – geöffnet werden.

Der Fahrerplatz ist relativ einfach, aber robust ausgestattet und nur mit den nötigsten Instrumenten und Schaltern versehen.

Der Motor wird mit Druckluft in Gang gesetzt.

Der Fahrer braucht einigen Kraftaufwand um das grosse Lenkrad, ohne Lenkhilfe zu bedienen. 

Die Schaltung ist einfach, aber ohne Synchronisierung, was einiges Geschick und Übung verlangt.

Die Schnellgänge können vorgewählt werden und schalten pneumatisch, sobald die Kupplung niedergedrückt wird.

Die Motortemperatur muss mit einem von Hand bedienten Rouleau gesteuert werden.

Wer schon solche Fahrzeuge gefahren hat, weiss warum man den Chauffeur auch  «Kraftfahrer» nennt!