Unser FBW war bis im Sommer 1983 in La Brévine, im Neuenburger Jura im Einsatz

Das legendäre Postauto, das auf allen Schweizer Alpenpässen anzutreffen war, trug wegen seiner markanten, verchromten Frontverzierung den Übernamen «Haifisch» 

Diese Baureihe ging ab 1955 serienmässig in Produktion und sorgte damals wegen seiner revolutionären Technik (Motor und Getriebe) für Interesse und Aufmerksamkeit.

Technische Daten:

Marke/Typ:FBW (Franz Brozincevic Wetzikon) C40U  Alpenwagen IV
Motor:FBW 6 Zylinder-Unterflurmotor
Typ:EDU-A  Diesel-Direkteinspritzung-Unterflurmotor mit Aufladung   
die Zylinder arbeiten horizontal
Hubraum 11.0 Lt   Leistung 200 PS
Treibstoff:Diesel
Getriebe: Wilson PG 51 halbautomatisches Planetengetriebe mit Daimler-Flüssigkeits-Kupplung und Schnellgang Typ SP 131
4 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang mit Schnellgang zu jedemGang
Aufbau:Carosserie Lauber, Nyon
Gewicht:Leer       8‘700 Kg
Gesamt   12‘500 Kg
Radstand: 5.40 m
Masse: L x B x H10.00 x 2.25 x 2.90 m
Sitzplätze:37 + Fahrer
1. Inverkehrssetzung:7. November 1958

Im Winter und Frühjahr 1985 / 86 wurde das Fahrzeug umfassend restauriert.

So wurde es bis auf das Chassis und Gerippe zerlegt, schadhafte Teile wurden ersetzt oder neu angepasst, es wurde sandgestrahlt, grundiert und mit Unterbodenschutz versehen. Ein neuer Holzboden und Bodenbelag wurden eingebaut. Aussen wurde es in Stand gestellt und teilweise neu verblecht und neu gespritzt. 

Einzig die Sitzgarnituren wurde belassen. Die Zweierbänke in Schiebebauweise wind sehr bequem

Ein interessanter Fahrerplatz mit zahlreichen Hebeln und Schaltern lässt erahnen, dass hier noch Handarbeit angesagt ist. 

Im Vergleich zu den älteren Fahrzeugtypen gibt es aber schon einige Erleichterungen, wie zum Beispiel ein halbautomatisches Getriebe, einen elektrisch geschalteten Halbgang oder eine pneumatische Lenkungsdämpfung /-hilfe.

Eine Kupplung gibt es nicht, dafür ist beim Schalten des Ganges, das Gehör und Gespür des Fahrers gefragt, wenn der Gangwechsel rucklos passieren soll.

Weil dies etwas Routine erfordert, hatte das Fahrzeug bei Fahrern auch den Übernamen «Sagbock».